Was passiert genau?
Bitnami, ein Projekt von Broadcom, verschiebt seine kostenlosen Images in ein „Legacy“-Repository – allerdings ohne Updates, ohne Support und ohne Sicherheitsgarantien. Gleichzeitig werden nur noch eine handvoll „gehärteter“ Images unter dem neuen „bitnamisecure“-Namespace angeboten – und die sind nicht mehr kostenlos. Die wichtigsten Fakten:- Stufenweise Abschaltung: Bereits jetzt werden Images schrittweise offline genommen (die ersten Blackouts fanden im August statt).
- Keine langfristige Lösung: Das Legacy-Repository dient nur als Übergangslösung und erhält keine Sicherheitsupdates.
- Bezahlmodell: Wer stabile, gepflegte Images braucht, muss künftig für „Bitnami Secure Images“ zahlen – die Preise sollen im vierstelligen Bereich pro Monat liegen.
- Betroffene Systeme: Alle, die Bitnami-Images in Kubernetes, Docker oder CI/CD-Pipelines nutzen, müssen handeln.
Warum ist das ein Problem?
Bitnami-Images sind in Millionen von Containern im Einsatz – von kleinen Projekten bis hin zu Enterprise-Umgebungen. Plötzlich fehlende Images können zu:- Ausfällen in Produktionsumgebungen führen.
- Sicherheitsrisiken schaffen, da veraltete Images nicht mehr gepatcht werden.
- Aufwändige Migrationen erfordern, weil Helm-Charts, Docker-Compose-Dateien und Kubernetes-Manifeste angepasst werden müssen.
Was kannst du tun?
Prüfe, welche deiner Anwendungen auf Bitnami-Images basieren. Nutze hierzu Tools wie docker image ls oder helm list um Abhängigkeiten zu identifizieren.
Evaluiere anschließend die
offiziellen Images der Software-Hersteller (z. B. direkt von Redis, PostgreSQL oder Nginx).
Community-Projekte wie LinuxServer.io oder andere vertrauenswürdige Quellen sind ebenfalls eine gute Anlaufstelle für Community-Images.
Mit entsprechendem Aufwand kannst du natürlich auch eigene Images bauen, falls du die Ressourcen hast, um sie langfristig zu pflegen. Dies macht dich unabhängig.
Plane deine Migration sorgfältig. Hierzu solltest du Alternativen in einer Staging-Umgebung testen, bevor du sie in Produktion einsetzt. Passe deine Deployment-Konfigurationen (Helm, Docker Compose, Kubernetes) an, um Alternativen einzusetzen. Mit Immutable Tags (z.B. redis:7.2 statt redis:latest) vermeidest du zukünftige Überraschungen.
Du kannst auch das Bitnami Legacy Repository einsetzen. Dies sollte aber nur eine Not- und Übergangslösung sein. Das bitnamilegacy-Repository ist kein Dauerzustand, sondern nur ein kurzfristiger Puffer.
Aus diesen Gründen solltest du eine langfristige Strategie entwickeln. Überlege gut, welche Images du in Zukunft verwendest: Von einer aktiven Open Source Community gepflegte Images sind denen von kommerziellen Unternehmen vorzuziehen. Somit bleiben dir unerwartete Überraschungen bei der Lizenz- und Preispolitik erspart.
Warum jetzt handeln?
Die Zeit drängt: Ab dem 29. September 2025 sind die Images weg – und dann ist es zu spät. Wer nicht vorbereitet ist, riskiert eine Downtime aufgrund der fehlenden Images. Auch Sicherheitslücken werden nicht mehr automatisch geschlossen, da keine Updates zur Verfügung gestellt werden. Wer jetzt handelt, kann den Prozess geplant angehen, anstatt in Stress und Hektik zu verfallen und die Migration unter Zeitdruck stattfinden zu lassen.
Wie ich dich unterstützen kann
Die Umstellung ist komplex, aber nicht unmöglich. Ich helfe dir dabei,- Alternativen zu finden, die zu deiner Infrastruktur passen.
- Migrationen zu planen und durchzuführen, ohne deine Produktion zu gefährden.
- Langfristige Lösungen zu entwickeln, die sicher und wartbar sind.
Du brauchst Hilfe? Dann lass uns reden! Schreib mir eine Nachricht oder buche ein kurzes Gespräch – gemeinsam finden wir die beste Lösung für dein Setup.
